Brahmi

Brahmi

Bacopa monnieri
Im Volksmund: kleines Fettblatt, indisches Wassernabelkraut

Brahmi Zweige

Kurios und wissenswert

Brahmi ist in der ayurvedischen Medizin seit Langem als Gehirntonikum bekannt. Bereits vor 3.000 Jahren aßen Studenten und Gelehrte Pflanzenblätter, wenn sie lange Texte auswendig lernen wollten. Sie konnten so ihre Gehirnleistung verbessern. Auch heute wird die Pflanze in erster Linie für diesen Zweck empfohlen und wird daher  gern auch „Gedächtnispflanze“ genannt. Der Name „Brahmi“ heißt wörtlich übersetzt „der Schöpfer des Universums“. Dies zeigt, welch große Bedeutung dieser Pflanze damals beigemessen wurde.

 

 

Steckbrief

Pflanzenfamilie: Wegerichgewächs
Standort: sonnig bis halbschattig, feuchter und luftiger Boden
Botanische Merkmale: Wärme liebend, nicht winterhart
Verwendung: oberirdische Pflanzenteile als Saft oder getrocknet als Pulver, verarbeitet als Öl
Erntezeit: fortlaufend
Inhaltsstoffe: Flavonoide, Saponine
Wirkung: gehirntonisch, verbessert Kurz- und Langzeitgedächtnis, nerventonisch, antioxidativ, Angst lösend, antirheumatisch, Herz stärkend.

Warum steht die Pflanze im Möglinger Kräutergarten?

Brahmi ist eine bitter schmeckende Heilpflanze und stammt ursprünglich aus Indien. Seit einigen Jahren findet man die Pflanze auch in deutschen Gartencentern. Der Grund ist sicher dem Zeitgeist geschuldet. Hektik und Stress hinterlassen Spuren und fordern die Menschheit heraus. Man könnte also sagen, die stressige Zeit hat das Brahmi in den Kräutergarten Möglingen geführt. Denn nervenstärkende Pflanzenpräparate erleben derzeit eine große Nachfrage. Brahmi wird geschätzt, weil es für eine Linderung bei geistiger Anspannung sorgt. Inzwischen belegen zahlreiche klinische Studien die Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit und belegen den Einsatz bei Stress. Wegen der milden Wirkung kann  Brahmi auch Kindern verabreicht werden. Präparate aus Brahmi, häufig auch Extrakte, sollten immer in Absprache mit einem fachlich geschultem Arzt oder Therapeuten eingenommen werden.

Im Handel gibt es Haaröle mit Brahmi. Diese massiert man vor dem Waschen in die Haare ein und lässt sie kurz einwirken. Dann die Haare wie üblich mit Shampoo waschen.

Rezept-Idee:

„Brainfood-Butterbrot“
Butterbrot mit Brahmi-Blättern und Blüten belegen und genießen.

Kräutergarten Möglingen
Autorin: Maria Hufnagl
Foto: Pixabay
Letzte Aktualisierung: 16. Juni 2019